Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik

15.02.2018: Magnetische Messungen für die medizinische Diagnostik

Forschende der Uni Kiel entwickeln extrem empfindliches Sensorsystem für Magnetfelder
Nahaufnahme eines Magnetfeldsensors
Foto: Siekmann/CAU


Hochempfindliche Sensoren könnten in Zukunft magnetische Signale des Körpers detektieren, um daraus Rückschlüsse auf Herz- oder Hirnströme zu ziehen. Im Vergleich zu den etablierten elektrischen Messverfahren wären sie in der Lage, kontaktlos zu messen, also ohne direkten Hautkontakt. Noch sind solche Messungen mit erheblichem Aufwand verbunden. So müssen die Sensoren stark gekühlt oder gegen andere Magnetfelder abgeschirmt werden.

Eine wichtige Grundlage für biomagnetische Diagnostik konnten jetzt Forschende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) schaffen. Im Sonderforschungsbereich 1261 „Magnetoelectric Sensors: From Composite Materials to Biomagnetic Diagnostics“ erforschen sie die Entwicklung von Magnetfeldsensoren, die langfristig in der Lage sein sollen, mit einer besseren Ortsauflösung ohne größeren Aufwand im medizinischen Alltag eingesetzt zu werden. Das interdisziplinäre Forschungsteam entwickelte ein erstes Sensorsystem, das nicht nur das Erkennen eines magnetischen Signals umfasst, sondern auch seine Verarbeitung. Ihre Ergebnisse stellten sie im Fachmagazin Scientific Reports vor.

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