Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik

News

10.4.2019: Parlamentarischer Abend zur Nanotechnologie in Berlin

Das schleswig-holsteinische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus und die Norddeutsche Initiative Nanotechnologie (NINa e.V.) hatten am 10. April zu einem parlamentarischen Abend der Nanotechnologie nach Berlin eingeladen. Den Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft präsentierte sich auch das Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik.
Diskussionsrunde

„Wir haben in Schleswig-Holstein großartige Forschungsergebnisse in den Nanowissenschaften erzielt, die das Potential haben, in Ausgründungen oder Kooperationen mit Firmen zu münden. Deshalb haben wir den Aufbau des Netzwerkes Nanotechnologie im vergangenen Jahr mit einer halben Million Euro unterstützt“, begrüßte Dr. Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, in der Berliner Landesvertretung. „Gerade als interdisziplinäre Querschnittstechnologie ist Vernetzung im Bereich Nanotechnologie besonders wichtig“, begrüßte Professor Franz Faupel, Vorsitzender des NINa e.V. die Gäste. Die Initiative will Akteure zur Nanotechnologie aus Wissenschaft und Wirtschaft in Schleswig-Holstein und im nordischen Raum vernetzen.

Anhand von Vorträgen und einer Ausstellung mit Demonstratoren stellten an dem Abend Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft – darunter das Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik der CAU und universitätsnahe Gründungen wie Phi-Stone und Acquandas -  anwendungsorientierte Nanotechnologie aus Schleswig-Holstein vor, von innovativer Batterieforschung über maritime Anwendungen bis zur Medizintechnik. Mit einer digitalen Touchstele und einer Virtual-Reality-Brille zeigte das Kompetenzzentrum den Prozess der Sensorentwicklung im Kieler Nanolabor anhand eines virtuellen 360 Grad-Rundgangs.

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12.-13.09.2018: Wirtschaft und Wissenschaft im Austausch zur Digitalisierung

An zwei Tagen präsentierte sich das Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik auf der Digitalen Woche Kiel 2018. Zum zweiten Mal fand die einwöchige Veranstaltung um Digitalisierung in Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur statt.
VR-Brille und Stele

In der Seeburg an der Kiellinie präsentierten die vier Kieler Hochschulen digitale Angebote aus Forschung und Lehre. Eine interaktive Touchstele und Virtual-Reality-Brillen zeigten mit einem 360-Grad-Film die Arbeit im Reinraum des Nanolabors an der Universität Kiel. Mit digitalen Formaten wie diesen werden Einblicke in sonst nicht zugängliche Orte möglich. Gleichzeitig informierte das Kompetenzzentrum über seine Infrastruktur und welche Möglichkeiten sie für eine Zusammenarbeit von Unternehmen und Wissenschaft bietet. Die Präsentation fand statt im Rahmen des Transfertages der Kieler Hochschulen, der zur Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit eingeladen hatte.

 

25.5.2018: EFRE-Begleitausschuss besucht Kompetenzzentrum

Der Begleitausschuss des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) hat am Freitag, 25. Mai 2018 in der Technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität getagt und im Rahmen der Aktion „Europa in meiner Region“ das EFRE-Projekt „Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik II“ besucht.

Vertreter der EU-Kommission, Landräte und Oberbürgermeister aus Schleswig-Holstein sowie namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus Kammern, Verbänden, Wissenschaft und Verwaltung diskutierten in ihrer Sitzung unter anderem den Umsetzungsstand der aktuellen Förderperiode sowie die Frage, mit wieviel Fördergeldern aus dem EFRE in Schleswig-Holstein ab 2021 gerechnet werden kann. Der Ausschuss begleitet das Operationelle Programm EFRE 2014-2020, prüft anhand jährlicher Berichte seine Durchführung sowie die Fortschritte beim Erreichen der gesetzten Ziele und beschließt über Programmänderungen. Nach der Sitzung stellte Leiter Prof. Eckhard Quandt das Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik vor und führte die Mitglieder des Ausschusses durch den Reinraum. Eine digitale Touchstele und eine Virtual-Reality-Brille ermöglichten zusätzlich auch einen virtuellen 360 Grad-Rundgang durch das Nanolabor.

Das Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik II wird seit Oktober 2015 aus dem EFRE mit 3,05 Mio. Euro gefördert. Das entspricht der Hälfte der Gesamtkosten des Projekts.

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26.4.2018: Sensoren bauen am Girls' Day

Wie wissen eigentlich unsere Smartphones, wo oben und unten ist? Welche Rolle dabei Sensoren spielen und wie sie hergestellt werden, konnten Mädchen beim diesjährigen Girls‘ Day am 26. April an der Technischen Fakultät erfahren.
Die Teilnehmerinnen beim Girls' Day
Beim Girls' Day besuchten die Teilnehmerinnen den ReinraumSFB 1261


Das Angebot stieß auf großes Interesse und war bereits frühzeitig ausgebucht: 9 Mädchen aus der 7. und 8. Klasse nahmen daran teil. Rahel Rahlves aus dem Team des Kompetenzzentrums Nanosystemtechnik zeigte den Teilnehmerinnen unter anderem, wie im Reinraum des Zentrums aus Siliziumscheiben Sensoren hergestellt werden und warum die CAU dazu in Kooperation mit Firmen forscht.

Anschließend durften die Nachwuchswissenschaftlerinnen sich selbst an die Arbeit machen: Per Photolithographie strukturierten sie die Oberfläche der Scheiben, um ihnen so ihre charakteristischen Eigenschaften zu verleihen. Nach dem Beschichten in der Sputteranlage sägten sie schließlich selbst einzelne Chips aus – natürlich komplett im speziellen Reinraum-Schutzanzug wie die „echten“ Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. „Die Mädels waren sehr interessiert und haben jede Menge Fragen gestellt“, so das Fazit von Rahel Rahlves. Am Ende gab es für alle ein Teilnahmezertifikat und den selbst hergestellten Chip als Kettenanhänger zum Mitnehmen.

31.03.2018: Wo die Industrie experimentiert

Mit seinem Reinraum sorgt das Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik nicht nur für eine Hightech-Ausstattung der Kieler Nanoforschung. Es ermöglicht auch Unter­nehmen, neue Materialien zu testen – zum Beispiel für Mikrolautsprecher.
Mann mit Bauteil für Lautsprecher-Chips
Foto: Siekmann/CAU


In Kopfhörern, Smartphones oder Tablets sorgen winzige Lautsprecher-Chips für den richtigen Sound. An einer neuen Generation dieser Mikroelektronik arbeitet das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT) in Itzehoe gemeinsam mit Materialwissenschaftler Simon Fichtner. "Das Ziel sind energie­effiziente und kostengünstige Lautsprecher mit einer besseren Klangqualität und einer längeren Batterielaufzeit", erklärt der Doktorand am Institut für Materialwissenschaften der Uni Kiel.

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15.02.2018: Magnetische Messungen für die medizinische Diagnostik

Forschende der Uni Kiel entwickeln extrem empfindliches Sensorsystem für Magnetfelder
Nahaufnahme eines Magnetfeldsensors
Foto: Siekmann/CAU


Hochempfindliche Sensoren könnten in Zukunft magnetische Signale des Körpers detektieren, um daraus Rückschlüsse auf Herz- oder Hirnströme zu ziehen. Im Vergleich zu den etablierten elektrischen Messverfahren wären sie in der Lage, kontaktlos zu messen, also ohne direkten Hautkontakt. Noch sind solche Messungen mit erheblichem Aufwand verbunden. So müssen die Sensoren stark gekühlt oder gegen andere Magnetfelder abgeschirmt werden.

Eine wichtige Grundlage für biomagnetische Diagnostik konnten jetzt Forschende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) schaffen. Im Sonderforschungsbereich 1261 „Magnetoelectric Sensors: From Composite Materials to Biomagnetic Diagnostics“ erforschen sie die Entwicklung von Magnetfeldsensoren, die langfristig in der Lage sein sollen, mit einer besseren Ortsauflösung ohne größeren Aufwand im medizinischen Alltag eingesetzt zu werden. Das interdisziplinäre Forschungsteam entwickelte ein erstes Sensorsystem, das nicht nur das Erkennen eines magnetischen Signals umfasst, sondern auch seine Verarbeitung. Ihre Ergebnisse stellten sie im Fachmagazin Scientific Reports vor.

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15.12.2016: Solarzellen zum Ausrollen

Deutsch-dänisches Projekt erforscht flexible organische Energietechnologien
Flexible Solarzelle
Foto/Copyright: NanoSYD

dfgfdSolarzellen, dünn wie Folie und so biegsam, dass sie sich auf unterschiedlichen Oberflächen wie Haus- und Fahrzeugdächer oder Glasfronten großflächig ausrollen lassen – das ist eines der langfristigen Ziele eines deutsch-dänischen Forschungsprojekts, das jetzt startet. Beteiligt sind an dem Projekt „RollFlex-Innovationsprojektcenter“ neben der dänischen Syddansk Universitet (SDU), an der das Projekt angesiedelt ist, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), die Kieler CAU-Ausgründung FUMT R&D Functional Materials GmbH, die dänische Firma Stensborg A/S sowie zahlreiche deutsche und dänische Netzwerkpartner. Am Mittwoch, 14. Dezember 2018 fand in Sonderborg das offizielle Kick-Off-Treffen statt.

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24.02.2016: 6 Millionen Euro für die Kieler Nanotechnologie

Ministerpräsident Albig übergibt Förderbescheid an die Technische Fakultät

Nahaufnahme einer Hand, die eine Pinzette hält

Neuartige medizinische Implantate, superelastische Metalle, extrem sensitive Sensoren: Im Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) wurden in den letzten Jahren wesentliche Grundlagen für neue Werkstoffe und Anwendungen gelegt. Damit die Industrie von diesem Know-how profitieren kann, soll das Zentrum jetzt weiter ausgebaut werden. Heute (Mittwoch, 24. Februar) übergab der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein Torsten Albig zu diesem Zweck einen Förderbescheid über rund drei Millionen Euro an den Dekan der Technischen Fakultät der CAU, Professor Eckhard Quandt.

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12.10.2015: Kieler und Bochumer Forschende entwickeln neuartigen Informationsspeicher

Mann überprüft hergestellte Speicherzellen mittels eines Mikroskops
Foto/Copyright: AG Nanoelektronik

Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und der Ruhr Universität Bochum (RUB) haben einen neuartigen Informationsspeicher entwickelt, der Ionen zur Speicherung und Elektronen zum Auslesen von Daten nutzt. Speicherzellen könnten damit bis in atomare Dimensionen verkleinert werden. Das ist aber nicht der einzige Vorteil der neuen Technologie, berichten die Forschenden im Fachmagazin Scientific Reports.

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11.11.2013: Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik feierlich eröffnet

Millionenförderung für die Kieler Nanowissenschaften und Oberflächenforschung

Land fördert Technologietransfer der Uni Kiel mit knapp 1,3 Millionen Euro
Wirtschaftsminister Reinhard Meyer überreicht Professor Eckhard Quandt den Zuwendungsbescheid für das Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik.
Foto/Copyright: Schimmelpfennig/CAU

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) baut ihr Nanolabor zu einem Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik aus. Gefördert wird sie dabei mit knapp 1,3 Millionen Euro vom Land Schleswig-Holstein. In der neuen Serviceeinrichtung können Wissenschaft und Industrie intensiver zusammenarbeiten als zuvor, um beispielsweise neue Materialien herzustellen.

CAU-Präsident Professor Gerhard Fouquet, Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Professor Eckhard Quandt, Koordinator des Kompetenzzentrums, gaben dafür heute (11. November) den „Startschuss“ an der Technischen Fakultät.

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