Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik

Über das Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik

Neuartige medizinische Implantate, superelastische Metalle, extrem sensitive Sensoren: Im Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) wurden seiner seiner Eröffnung im Jahr 2013 wesentliche Grundlagen für neue Werkstoffe und Anwendungen wie Sensoren oder Aktuatoren geschaffen.

In seiner Gründungsphase mit knapp 1,3 Millionen Euro vom Land Schleswig-Holstein gefördert, dient es dazu, Wissenschaft und Industrie intensiver zusammenarbeiten zu lassen. 

Ausbau des Kompetenzzentrums zur Transferschmiede

2016 erhielt das Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik 6 Millionen Euro für einen weiteren Ausbau. Drei Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Weitere gut drei Millionen Euro steuerten die Universität Kiel, das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT) in Itzehoe sowie die Firmen Acquandas GmbH und PhiStone AG (früher FUMT R&D Functional Materials GmbH) bei.

Die Mittel wurden vor allem in den Ausbau des Kieler Nanolabors investiert. So erhielt das wissenschaftliche Herzstück des Kompetenzzentrums eine hochmoderne Beschichtungsanlage, mit der ultradünne Schichten hergestellt werden können. Ziel ist es, Materialsysteme mit völlig neuen Eigenschaften für die Medizintechnik und andere Anwendungsbereiche zu entwickeln.

Blick in das Plasma in der „von Ardenne“ Beschichtungsanlage
Blick in das Plasma in der „von Ardenne“ BeschichtungsanlageFoto: Siekmann/CAU


Personal für den Ausbau des trans-interdisziplinären Transfers

Zusätzlich wurde in neues Personal investiert. Dies ermöglicht es dem Team des Kompetenzzentrums, Fachleute von Unternehmen zu beraten und zu schulen, Auftragsarbeiten zu verrichten und Verbundprojekte der Universität zu unterstützen.

„Großes Know-how ist für den Betrieb des Kieler Nanolabors erforderlich. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen dieses Wissen in Prozesse um, mit denen neue Projekte effizient verwirklicht werden können.

Prof. Eckhard Quandt, Koordinator des Kompetenzzentrums Nanosystemtechnik

Heute kümmern sich zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kompetenzzentrum sowohl um die Wartung der etwa 10 Millionen Euro teuren Gerätschaften im Kieler Nanolabor und als auch um die Förderung des Dialoges mit uniexternen Wissenschaftseinrichtungen.